Kennzeichnung von Wasserzählern

Infos zu MID-Konformität zum downloaden:
Eichfrist, MID-Bezeichnung bei Wasserzählern (.pdf)
Info der Eichbehörde NRW
Konformitätserklärung Fahrbach-Wasserzähler (.pdf)

Auf dem Zifferblatt sind zahlreiche Symbole und Bezeichnungen, die hier im Folgenden erläutert werden.

Für die EICHUNG wesentlich ist der so genannte Hauptstempel, der meist als Plombe mit beidseitiger Prägung oder als gelber Aufkleber ausgeführt ist. Der Hauptstempel bezeichnet die Prüfstelle, die den Zähler geeicht hat und das Eichjahr.

Nach der Messgeräterichtlinie
beginnt die Eichgültigkeitsdauer mit dem Jahr der Inverkehrbringung!
Das bedeutet: Wenn ein Zähler z.B. im Jahr 2015 hergestellt und geeicht wurde (Stempel „15“), aber erst im Januar 2016 an den Kunden ausgeliefert (in Verkehr gebracht) wurde, dann beginnt die Eichgültigkeit erst in 2016, d.h. der Zähler wäre bis Ende 2022 gültig geeicht. Gegenüber den Verbrauchern muss der Messgerätebesitzer ggf. durch Lieferschein nachweisen, dass die Zähler erst im neuen Jahr in Verkehr gebracht wurden.

Es gibt derzeit drei verschiedene Bezeichnungsarten für die Eichung:

Eichung durch Prüfstelle (nicht mehr gebräuchlich), Nacheichung:

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geeicht durch Prüfstelle WA14 im Jahr 2016
in seltenen Fällen kann ein Zähler auch durch das Eichamt geeicht werden, das Symbol ist dann

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EG-Ersteichung durch Prüfstelle

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EG-Ersteichung durch Prüfstelle D22/314 im Jahr 2016

MID-Konformitätskennzeichnung:

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Konformität nach MID erklärt im Jahr 2016

Weitere Aufschriften auf dem Wasserzähler:

Zählernummer: Jeder Zähler hat eine unverwechselbare Fabriknummer, die meist auf dem Zifferblatt aufgedruckt ist, manchmal auch auf dem Verschlussring eingeprägt. Oft bezeichnen die ersten beiden Ziffern der Zählernummer das Herstellungsjahr. Zusätzlich zur Fabriknummer können die Versorger eigene Werknummern, u.a. mit Barcode am Zähler anbringen.

Größe / Nenndurchfluss: Angegeben ist der dauernd zulässige Durchfluss Qnenn in m³ pro Stunde.
Wohnungswasserzähler haben 1,5 oder 2,5 m³/h
Hauswasserzähler meist 2,5 m³/h oder 6 m³/h bei größeren Gebäuden
Wasserzähler für große Gebäude haben 6, 10 oder selten 15 m³/h
Darüber liegen die Großwasserzähler mit 15, 25, 40, 60, 100, 150, 200, 250 oder 300 m³/h
Bei MID-konformen Zählern wird der Dauerdurchfluss „Q3“ angegeben. „Q3 4“ bedeutet hier einen Dauerdurchfluss von 4 m³/h, was der bisherigen Nennbelastung Qn 2,5 entspricht.
Q3 2,5 entspricht Qn 1,5; Q3 4 entspricht Qn 2,5; Q3 10 entspricht Qn 6 und Q3 16 entspricht Qn 10.

Klasse: Die Verhältnisse der Prüfdurchflüsse, werden in drei Klassen eingeteilt.
Klasse A: Qmin = Qn/50; Qtrenn = Qn/20; z.B. ist bei Qn 2,5 ist Qmin=100l/h und Qtrenn=250 l/h
Klasse B: Qmin = Qn/100; Qtrenn = Qn/25; z.B. ist bei Qn 2,5 ist Qmin= 50l/h und Qtrenn=200 l/h
Klasse C: Qmin = Qn/200; Qtrenn = Qn/66; z.B. ist bei Qn 2,5 ist Qmin= 25l/h und Qtrenn= 38 l/h
Während bei Klasse A das Verhältnis des Maximalen zum Minimalen Durchfluss 50 beträgt, (z.B. 5000 l/h bis 100 l/h) ist der Klasse C Zähler im unteren Belastungsbereich empfindlicher und zeigt schon bei 1/200 des Maximaldurchflusses richtig. Die üblichen Hauswasserzähler sind nach Klasse B (seltener Klasse A) geeicht; bei Ringkolbenzählern ist Klasse C üblich (diese Zähler arbeiten schon bei sehr geringen Durchflüssen)
Bei MID-konformen Zählern wird stattdessen das Verhältnis ‚R‘ des Dauerdurchflusses zum Mindestdurchfluss angegeben. „R 80“ bedeutet für einen Zähler der Größe „Q3 4“ dass der Mindestdurchfluss 4 m³/h / 80 = 50 l/h beträgt.
Dabei ist Klasse A vergleichbar mit R 40 und Klasse B mit R 80.

Einbaulage: Wasserzähler müssen in der Lage betrieben werden, die auf dem Zifferblatt angegeben ist, also H für horizontal und V für Vertikal. Die Einbaulage ist zusammen mit der Klasse angegeben, z.B. „B-H“.
Wenn Zähler sowohl in horizontaler als auch vertikaler Einbaulage betrieben werden dürfen ist dies z.B. mit der Aufschrift „B-H / B-V“ oder nur „B“ gekennzeichnet. Gelegentlich ist die Klasse je nach Einbaulage verschieden z.B. „B-H / A-V“
Bei MID-konformen Zählern wird die Einbaulage an den R-Wert angehängt, z.B. „R 40 V“ oder „R 80 H“.

Zulassung: Bevor ein Zähler geeicht und im Netz eingesetzt werden darf muss die Type einmalig amtlich überprüft und zugelassen werden. Die Zulassungsnummer steht auf dem Zifferblatt z.B.

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Dabei bedeuten:
D82: Jahr der Zulassungserteilung; „6“: Wasserzähler; „131“: Mehrstrahlzähler für Kaltwasser
Bei MID-konformen Zählern steht hier die Nummer der Baumusterprüfbescheinigung,
z.B. „DE-14-MI001-PTB005“

Herstellungsjahr: Das Jahr der Herstellung (z.B. „2015“) ist meist auf dem Zifferblatt angegeben. Wenn diese Angabe fehlt, dann bezeichnen die ersten beiden Ziffern der Zählernummer das Herstellungsjahr.
Bei MID-konformen Zählern ist das Herstellungsjahr gleich dem Jahr, in dem die Konformitätserklärung abgegeben wurde (rechteckig eingerahmte zweistellige Jahreszahl)

Hersteller: Der Hersteller ist auf dem Zifferblatt vermerkt, manchmal nur abgekürzt oder als Logo.

Weitere Angaben: Druckfestigkeit und ggf. Druckverlust bei maximalem Durchfluss; Im Deckel ist meist ein Aufkleber angebracht, der das Eichjahr oder das Ende der Eichgültigkeitsdauer angibt.